27.04.2009 Kindersportclub

Spinning-Marathon endet mit Rekord

Dinklage (cht) - Klaus Wolking ist ein erfahrener Ausdauersportler. Schon 220 Wettkämpfe, vom Marathonlauf bis zum Ironman-Triathlon, hat der 50-Jährige bereits bestritten. Doch was der Lohner am Samstag und Sonntag geleistet hat, verdient größten Respekt. Das Aktivcenter des TV Dinklage (TVD) veranstaltete am Wochenende den ersten Cycling-Marathon: 21 Spinning-Räder wurden 24 Stunden lang von Sportlern besetzt, um Geld für den Kindersportclub des TVD zu sammeln. Wechselten sich die anderen Fahrer stündlich ab, so blieb Klaus Wolking volle 24 Stunden auf seinem Rad. Zumindest im Kreis Vechta ist das ein Rekord.

Laute, schnelle Musik dröhnt aus den Lautsprechern, vorne heizt ein Trainer den Radlern ein, der Schweiß fließt in Strömen. Klaus Wolking ist 24 Stunden lang mitten drin im Gescshehen. Nur alle 50 Minuten, wenn die anderen Radlern ihren Nachfolgern Platz machen, kann der Marathon-Mann vom rad steigen und sich kurz ausruhen. "Ich habe mich nicht speziell auf diesen Tag vorbereitet", gesteht Klaus Wolking. In den vergangenen sechs Wochen sei er aber viel Rad gefahren.

Während der 24 Stunden auf dem Spinningrad wird Klaus Wolking lediglich Bananen, Traubenzucker und jede Menge Elektrolyt-Getränke zu sich nehmen. Nachts um ein Uhr sieht man dem 50-Jährigen die Strapazen an. Merklich schwer fällt ihm das Sitzen auf dem Rad. "Den Wettkampf gewinnt man im Kopf und nicht mit den Beinen", sagt der Lohner. Er spricht aus Erfahrung. 2002 saß er schon elf, 2003 zwölf Stunden lang auf dem Rad.

Der Cycling-Marathon soll die Gründung eines Kindersportclubs innerhalb des TVD ermöglichen. "Wir wollen Kinder bis zehn Jahre an den Sport heranführen, ohne eine bestimmte Sportart in den Vordergrund zu stellen", erklärt die studierte Sportwissenschaftlerin Ines Langkabel.

Der Cycling-Marathon wird durch Sponsoren unterstützt. Dinklager Firmen kauften für je 480 Euro ein Rad. Viele Unternehmen schickten ihre Mitarbeiter zum Radeln oder kamen persönlich, wie der Busunternehmer Rainer Kohorst. Auch Bürgermeister Heinrich Moormann fuhr die erste Stunde mit. "Alles hat perfekt geklappt", sagte Organisatorin Simone Albers. Eine Neuauflage sei nicht ausgescshlossen.

Klaus Wolking steigt nach 24 Stunden mit wackeligen Beinen und roten Augen vom Rad. Gegen 6 Uhr wäre der Lohner fast mit seinem Vorhaben gescheitert. "In der Pause bin ich kurz eingenickt."

© OV, 27.04.09

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